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Zeckenschutz bei Hund und Katze

Wirksamer und artgerechter Zeckenschutz für Hund und Katze

Kaum steigen die Temperaturen, sind auch die Plagegeister wieder aktiv! Doch wie können wir unsere Hunde und Katzen vor lästigen Zecken schützen, ohne ihnen oder der Umwelt zu schaden?

Beim Tierarzt gibt es wirksame, doch leider hochgiftige Präparate wie z. B. Frontline, Scalibor, Advantix, als Tablette, Halsband oder Spot-On-Präparat zum Auftragen auf die Haut. Diese wirken einerseits abschreckend (Repellenteffekt), zum anderen durch ihre abtötende Wirkung.

Viele Präparate gegen Zecken wirken als Nervengift

Leider ist es nur wenigen Tierhaltern bewusst, dass es sich hierbei oftmals um ein Nervengift handelt, mit dem der Hund oder Katze in Kontakt kommt. Wenn man sich jedoch die Packungsbeilage genau durchliest, müsste jedem klar sein, dass diese Mittel keineswegs harmlos sind.

Die Gefahren von vielen Präparaten gegen Zecken

  • Kontakt mit Mund, Augen oder den Händen muss vermieden werden!
  • Ein Ablecken des Mittels durch den Hund oder Katze (oder durch ein anderes Tier) ist auf jeden Fall zu verhindern.
  • Behandelte Tiere sollten genauso nicht mehr schwimmen gehen, da der Zeckenschutz die im Wasser lebenden Organismen schädigen kann

Spätestens beim Durchlesen der Nebenwirkungen sollte man sich überlegen, ob der Nutzen hier den Schaden überwiegt!

Wirkungsvoller Zeckenschutz ohne Chemie

Doch wie kann ich mein Tier trotzdem wirkungsvoll vor Zecken schützen, die durchaus gefährliche Krankheiten wie Borreliose, Anaplasmose etc. übertragen können?

Es gibt einige alternative Mittel, die völlig ungefährlich für Tier, Mensch und Umwelt sind und trotzdem wirken – zwar nicht zu 100%, doch das tun die vom Tierarzt erhältlichen Mittel leider auch nicht!

Bernsteinhalsband für Hund

Zuerst kann man dem Hund ein Bernsteinhalsband um den Hals legen. Dieses wirkt über elektrostatische Aufladung und muss wirklich immer, d. h. 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche, getragen werden. Wichtig hierbei ist, dass es sich um „rohe“ Steine handelt, die nicht poliert oder bearbeitet wurden. Außerdem darf man in dieser Zeit das Tier nicht mit einem Metallkamm oder einer Metallbürste kämmen / bürsten, da dies der elektrostatischen Ladung entgegen wirkt somit die Schutzwirkung aufhebt.

Nahrungsergänzungsmittel „Formel Z“ für Hund und Katze

Als zweites gibt es das Nahrungsergänzungsmittel „Formel Z“ für Hunde und Katzen. Dies ist eine Bierhefetablette mit Vitamin B, die von Hunden und Katzen gern genommen wird. Das „Formel Z“ muss täglich gegeben werden, entsprechend des Gewichts des Tieres wie in der Fütterungsempfehlung beschrieben. Es hält nicht nur Zecken ab, sondern sorgt als netter Nebeneffekt noch für gesunde Haut und ein schönes Fell.

Kokosöl für Hund & Katze

Außerdem kann man vor jedem Gassi-Gang dem Hund etwas Kokosöl aufs Fell streichen, was ebenfalls Zecken abhalten soll. Dazu gibt man etwas Kokosöl (nicht zu viel) auf die Hände, verreibt es leicht und streicht damit über Beine, Kopf und Nacken des Hundes. Bei kleineren Tieren, wie Katzen sollte ggf. noch der Bauch eingerieben werden. Das Fell sollte dadurch nicht verkleben, sonst war es zu viel.

Emmi Pet ein Ultraschallhalsband für Hunde

Weiterhin gibt es von Emmi Pet ein Ultraschallhalsband, das ganz einfach wie ein normales Halsband oder zusätzlich zu Halsband oder Geschirr umgelegt wird. Eingeschaltet wird es durch einen kleinen Knopf und hält mittels Ultraschall die Zecken fern. Für eine Katze ist diese Variante ungeeignet, da dieses Band viel zu groß ist. Außerdem sollte eine Freigänger-Katze kein Halsband tragen, damit sie nicht in einem Gebüsch oder im Baum hängen bleibt.

Proaktiv absuchen

Und zu guter Letzt sollte man sein Tier nach jedem Spaziergang nach Zecken absuchen und diese gleich entfernen, bevor sie zubeißen.

Dies sind nur einige Möglichkeiten, wie man sein Tier schützen kann, ohne dass giftige Chemie verwendet wird- erklärt Birgit Leukart. Auch wenn all die genannten Vorschläge die Zecken nicht vollständig abhalten können, bieten sie doch – vor allem in Kombination – einen guten Schutz vor den Zecken. Hiermit kannst Du sicher sein, dass diese weder giftig noch gefährlich für das Tier oder den Menschen sind.

Hast Du weitere Fragen zum Schutz vor Parasiten, kontaktiere Tierheilpraktikern Birgit Leukart in der Tier-Profi blepi Plattform.

 

 

Autor: Birgit Leukart, Tierheilpraxis Mössingen

www.tierheilpraxis-moessingen.de

Gassigehen bei Aussgangssperre, darf man es

Ausgangssperre! Darf ich mit dem Hund überhaupt noch Gassi gehen?

Die ersten Landkreise in Bayern haben eine Ausgangssperre eingeführt, um das neuartige Coronavirus einzudämmen. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann andere Bundesländer, vor allem Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen folgen. 

 

Es ist ein Fakt, dass Du als Hundehalter Dich anpassen musst. Auch dann, wenn es nach bisherigem, wissenschaftlichem Stand keinen Beweis dafür gibt, dass Haustiere das Coronavirus übertragen können.

Grundsätzlich bedeutet eine Ausgangssperre, dass Du das Haus nur für Einkäufe, Arbeit oder Arztbesuche verlassen darfst. Die Grundlage für die drastischen Einschränkungen ist das Infektionsschutzgesetz, dass das Grundrecht auf Bewegungsfreiheit einschränken darf.
Für diese Entscheidung sollte jeder Verständnis zeigen. Schließlich hilft jeder einzelne Mensch damit das Coronavirus einzudämmen.

 

Ich bin aber gesund

Wenn Du nicht von einer Infektion mit SARS-CoV-2 betroffen bist, darfst Du nach derzeitigem Erkenntnisstand bei einer Ausgangssperre weiter mit Deinem Hund Gassi gehen. Hierfür solltest Du folgende Regeln einhalten:

 

  • Halte einen Abstand von mindestens 2m zu anderen Menschen und Tieren ein
  • Bleibe in der Nähe Deiner Wohnung
  • Habe eine Selbstauskunft dabei, die eine Information beinhaltet, wohin und warum Du unterwegs bist. Polizei und Ordnungsämter können die Einhaltung der Ausgangssperre in einem solchen Fall kontrollieren.
  • Auch wenn es schwerfällt, halte bitte die Spaziergänge kurz
  • Wasche Deine Hände gründlich, wenn Du wieder nach Hause kommst. (Singe im Kopf 2-mal happy birthday, dann hast Du die Hände Lange genug gewaschen)
  • Unter keinen Umständen solltest Du Atemmasken und Desinfektionsmittel an Deinem Haustier anwenden!

 

Ich stehe unter häuslicher Quarantäne

Bist Du auf Grund eines Corona-Verdachts oder einer tatsächlichen Erkrankung durch das Coronavirus in häuslicher Quarantäne, dann darfst Du auf keinen Fall Deine Wohnung verlassen, auch nicht, um mit Deinem Vierbeiner Gassi zu gehen.

Was ist dann zu tun?

 

  • Vermeide näheren Kontakt zu Deinem Hund, Du solltest auch auf Kuscheln verzichten
  • Lässt sich der Kontakt nicht verhindern, wasche davor und danach gründlich die Hände
  • Verfügst Du über einen Garten, lasse Deinen Hund dort laufen, ohne dass Du selbst das Haus verlässt.
  • Organisiere einen Gassi-Service (Finde Gassi-Geher in Deiner Näher über die gratis blepi App)

Du hast einen Gassi-Geher gefunden, dann achte bitte drauf, dass er nicht Deine Wohnung kommt. Dazu rät der Tierschutzbund, dass der Gassi-Geher eine eigene Leine mitbringt. Wie schon oben erwähnt, nutze bitte keine Desinfektionsmittel an Deinem Hund. Es ist gefährlich, weil Du damit seine Haut und Schleimhäute schädigst.

Wenn Du Dich nicht daran hältst, und trotzdem mit Deinem Liebling spazieren gehst, drohen Dir harte Strafen wie Freiheitsstrafen von bis zu 2 Jahren oder hohe Geldstrafen.

Wir lieben unsere Tiere und wollen nur das Beste für sie aber denkt immer daran, dass Du Menschenleben gefährden kannst. Wir hoffen sehr, dass diese Zeiten schnell vorüber gehen

Bleibt bitte alle gesund

Hund sedieren vor dem Silvester-Abend?

Welche Beruhigungsmittel wirklich helfen

 

Wir alle kennen das: schon Tage vor dem 31.12. geht es mit der Knallerei los und unser geliebter Vierbeiner schlottert vor Angst. Er verkriecht sich unter dem Tisch, schaut uns mit großen Augen an, sucht unsere Nähe und will nicht mehr Gassi gehen. Mit Müh und Not zerren wir ihn nach draußen, damit er sein Geschäft verrichten kann, und sofort danach dreht er um und will nach Hause. Und das Beunruhigende dabei ist, dass es jedes Jahr noch schlimmer als im Vorjahr wird.

Viele Hundehalter kennen dieses Problem. Um unserem Liebling diese stressige Zeit und vor allem die Knallerei am Silvesterabend zu erleichtern, gehen viele Hundehalter zum Tierarzt und lassen sich ein Beruhigungsmittel für ihr Tier mitgeben. Der Hund wird dadurch „sediert“ und damit ruhiggestellt. Dadurch ist auch der Tierhalter entspannter und denkt, dass er seinem Liebling etwas Gutes tut.

Leider haben diese Beruhigungsmittel – wie alle pharmazeutischen Medikamente – zum Teil erhebliche Nebenwirkungen, auch wenn diese nicht sofort erkennbar sind. Jedoch müssen alle Medikamente über Leber und Nieren verstoffwechselt werden und können diese Organe auf lange Sicht schwer und dauerhaft schädigen.

Nebenwirkungsfreie Methoden für einen entspannten Silvesterabend mit deinem Hund

Aber es gibt auch andere, nebenwirkungsfreie Methoden aus der Naturheilkunde, die Deinem Tier helfen können.
Zuallererst – und nicht nur für Silvester – ist es wichtig, eine vertrauensvolle Basis mit dem Tier aufzubauen. Es soll wissen, dass es sich in stressigen oder Angst verursachenden Situationen, wie z. B. auch beim Tierarzt / Tierheilpraktiker, bei Gewitter, Silvester, in der Stadt, bei Hundebegegnungen oder anderen aufregenden Situationen auf uns verlassen kann. Dies wird durch eine artgerechte Haltung, eine gesunde, artgemäße Fütterung, gemeinsames Spielen, eine freundliche, liebevolle und dennoch konsequente Erziehung sowie ausreichend Bewegung und Beschäftigung des Tieres erreicht.

 

Der Hund sollte in seinem Zuhause auch einen Rückzugsort wie ein eigenes Körbchen oder eine Box bekommen, wo er nicht gestört wird und sich sicher fühlt. Während beunruhigenden Situationen kann es sinnvoll sein, das Tier z. B. mit Spielen oder kleinen, vorher eingeübten und sicher sitzenden Übungen abzulenken und zu beschäftigen. Wenn er vorher schon gerne mitgearbeitet hat, wird ihn diese Routine auch während stressigen Situationen beruhigen. Auch ein Kauknochen oder ein Kong, auf dem der Hund herumnagt, kann eine beruhigende Wirkung haben.

 

Für bestimmte Situationen wie bei Angst vor Silvester gibt es Bachblüten, die speziell für Dein Tier – unter Berücksichtigung seiner Persönlichkeit – von Deinem Tierheilpraktiker ausgewählt und als „persönliche Mischung“ zubereitet werden. Um die passende Mischung zu finden, ist ein ausführliches Gespräch zwischen Tierhalter und Tierheilpraktiker sowie ein vom Tierhalter auszufüllender Fragebogen erforderlich. Im Anschluss daran wird vom Tierheilpraktiker die Bachblüten-Mischung zubereitet und dem Tierhalter mit einer genauen Anweisung, wie die Bachblüten zu verabreichen sind, mitgegeben. Wichtig ist, dass diese Bachblüten bereits in den vier bis sechs Wochen vor Silvester gegeben werden, da sie langfristig wirken.

 

Weiterhin gibt es homöopathische Globuli, die dem Hund direkt am Silvesterabend verabreicht werden können, damit er nicht in Panik verfällt und die schlimmste Knallerei gut übersteht. Diese Globuli müssen ebenfalls unter Berücksichtigung der Persönlichkeit des Tieres von einem Tierheilpraktiker mit Erfahrung in der klassischen Homöopathie ausgewählt und können nicht verallgemeinert werden. Was bei dem einen Hund wahre Wunder wirkt, hilft dem anderen Tier noch lange nicht. Daher ist ein persönlicher Besuch mit dem Hund bei Deinem Tierheilpraktiker die beste Voraussetzung, um die „richtigen“ Globuli zu finden und Deinem Liebling einen entspannten Silvesterabend zu bescheren.

Vereinbare am besten heute noch einen Termin, um Dein Tier auf Silvester vorzubereiten!

Ein entspanntes und schönes Silvester wünscht Dir

Birgit Leukart & blepi Team
Tierheilpraxis Mössingen

 

Lade die blepi App herunter und kontaktiere Birgit!

 

Insektenfutter für Hunde: gesund oder nur ein weiterer Trend? Interview mit Tenetrio

Wenn wir mit unserem Fleischkonsum so weitermachen wie bisher, sei es Mensch oder Hund, wird das vor allem für den Planeten nicht mehr tragbar können. Daher gibt es jetzt Tenetrio. Insektenfutter für Hunde.

Insektenbrot, Insektenmehl für Menschen ist in aller Munde. Für viele noch eine Herausforderung und auf jeden Fall eine Überwindung beim Probieren. Woher kommt die Leidenschaft bei euch, sich mit diesem Thema zu beschäftigen und was ist der wahre Beweggrund gewesen Tenetrio zu gründen?

Unsere Vision ist es, der Welt die beste insektenbasierte Ernährung zu bieten, da diese in unseren Augen einen wichtigen Beitrag zu einer gesunden und nachhaltigen Ernährungszukunft liefern wird. Es ist uns wichtig, dass sich auch die kommenden Generationen noch hochwertig und vor allem für den Planeten tragbar ernähren können. Wenn wir mit unserem Fleischkonsum so weitermachen wie bisher, sei es Mensch oder Hund, wird das nicht möglich sein. Daher haben wir TENETRIO gegründet.

 

Wie ist eure Name Tenetrio entstanden? Hat es eine Bedeutung?

 

Die Basis für unsere Produkte ist der Mehlwurm, der auf lateinisch Tenebrio molitorheißt. Aus dem Tenebrio haben wir dann das Tenetrio gemacht und das hat gleich dreierlei Bedeutung für uns: Der Mehlwurm durchläuft drei Stadien: Der Wurm wird zur Puppe und daraus schlüpfen die Käfer, die dann Eier für den nächsten Zyklus legen. Die Mehlwürmer vereinen mit hochwertigem Protein, gesunden Fetten und vielen Mikronährstoffen das Beste aus Fleisch, Fisch und Gemüse. Und zu guter letzt sind wir als Trio in das Abenteuer Startup aufgebrochen.

Es war Frage der Zeit, dass wir Insekten auch unseren Haustieren anbieten werden. Jedoch haben viele Menschen Bedenken. Denn ein Hund stammt aus dem Wolf und soll sich auch am besten wie in der freien Natur ernähren. Wie gesund ist eigentlich das Insektenfutter?

 

Das mit der Abstammung vom Wolf stimmt zwar, aber der Hund konnte sich lediglich durch einige Anpassungen als des Menschen bester Freund etablieren: Er kann sehr gut mit ähnlichen Nahrungsmitteln auskommen wie seine Herrchen und Frauchen, aber das ist ein anderes Thema, das die Gemüter der Hundehalter*innen erhitzt.

Tatsächlich gehören Insekten aber zum Speiseplan des Wolfes und auch viele Hundehalter berichten uns davon, dass ihr Hund draußen nach Insekten jagen würde. Von daher sind sie auf jeden Fall nichts Unnatürliches für die Hunde. Gesund sind sie durch die tolle Kombination der Nährstoffe: sie liefern hochwertiges tierisches Protein, ohne jedoch ein Problem mit der Massentierhaltung zu haben. Dazu kommen die gesunden Fette und weitere Vitamine und Mineralstoffe. Dadurch sind sie die perfekte Alternative für eine gesunde und nachhaltige Proteinversorgung.

Keine Frage, dass wir uns über Nachhaltigkeit nicht nur Gedanken machen müssen, sondern auch handeln sollten. Dennoch, wie sieht so eine Insekten-“Produktion” aus?

 

Die Mehlwürmer leben ein bisschen wie im Schlaraffenland: Sie liegen auf ihrem Futter und können den ganzen Tag so viel fressen wie sie Lust haben. Unsere Mehlwürmer mögen es von Hause aus warm und kuschelig: Am liebsten tummeln sich alle eng zusammen und erzeugen dabei auch ordentlich Wärme. Dadurch müssen wir bei einer ausreichenden Menge nicht zusätzlich heizen. In unseren Zuchtboxen halten wir die verschiedenen Insektenstadien für die jeweilige Zuchtdauer, während der sie täglich mit neuem Futter und Feuchtigkeit versorgt werden.

 

Das heißt, dass unsere Vögel noch immer genug fliegende Nahrung haben werden?

 

Diese Bedenken hören wir tatsächlich öfter mal. Die Insekten, die wir in Europa für die Produktion von Lebens- oder Futtermitteln verwenden, stammt ausschließlich aus darauf spezialisierten Insektenfarmen und beeinträchtigt die Insekten-Welt außerhalb dieser Farmen daher nicht.

 

Nun, gehen wir mal zu dem praktischen Teil. Wie kommt das Insektenfutter bei den Hunden an? Müssen sie sich dran gewöhnen und kann man euer Insektenfutter als Alleinfuttermittel auch nehmen?

 

Im Rahmen unserer Arbeit haben wir schon mit unzähligen Hundehaltern gesprochen und waren überrascht, wie viele von einem äußerst mäkligen Hund berichteten. Also gibt es generell kein Produkt, dass alle Hunde gerne essen. Das war für uns ein wichtiges Learning. Da wir komplett auf Geschmacksverstärker und Aromastoffe verzichten, haben die Produkte nur einen natürlichen Geschmack, was viele Hunde gar nicht mehr kennen. Daher müssen sich einige erst ein bisschen daran gewöhnen, aber die meisten kommen nach kurzer Zeit auf den Geschmack und lieben ihre Insekten-Leckerlis heiß und innig. Unser Alleinfuttermittel GEMÜSEGARTEN ist erst seit wenigen Wochen erhältlich. Darauf haben viele unserer Kunden schon gewartet, die ihren Hund gerne auf Insektenfutter umstellen wollen. Es wurde daher begeistert aufgenommen.

 

Mal angenommen, dass wir es schaffen, dass in 2050 sich 45% von Hunden von Insektenfutter ernähren.Wie sieht die Welt dann aus? Was würde sich verbessern oder verschlechtern?

 

Wenn wir uns nur mal auf die 9,4 Millionen Hunde in Deutschland beschränken, wären 45% knapp 4 Millionen Hunde. Diese verzehren ca. 10 kg Trockenfutter im Monat, also 120 kg im Jahr.  Pro Kilogramm spart unser Futter im Vergleich zu einem Rindfleisch-basierten Produkten satte 15.000 Liter Wasser ein. Auf 4 Millionen Hunde mit 120 kg Futterverzehr pro Jahr gerechnet wären das 7,2 Billionen Liter Wasser. Dieses müsste man nicht für die Landwirtschaft verwenden. Ähnliches kann man für die Zucht benötigte Futtermittel und nicht ausgestoßenes Treibhausgas berechnen. Damit wäre Deutschland auf jeden Fall ein ganzes Stück nachhaltiger und Hundehalter können mit unseren Produkten aktiv dazubeitragen.

Interview mit Eigentümer von dem Hundsladen Reutlingen

Ein Hundeladen wie kein zweiter: Interview mit Manfred Müller

Im April haben wir uns entschieden, dass wir endlich einen Welpen haben wollen. Bislang hatten wir zwar jahrelange Erfahrung mit Katzen, doch mit Hunden kannten wir uns null aus. Wir recherchierten also im Internet, besorgten uns verschiedene Bücher und erstellten Checklisten. Dadurch standen wir letztlich aber nur vor einer riesigen Auswahl an Geschirren, Decken, Näpfen, Futter und Spielzeugen, die uns eher überforderte, als dass sie uns Klarheit brachte. Woher sollten wir wissen, was das Richtige für unseren Welpen ist. Wir fühlten uns, als ob wir eine Nadel im Heuhaufen suchen.

Eines Tages meldete sich Manfred Müller, Eigentümer des Hundsladen in Pfullingen, bei uns im blepi-Büro. Sein Anruf war mehr als passend. Nicht nur weil der Einzug unseres Welpen langsam aber sicher bevorstand, sondern auch weil wir schon länger geplant hatten, die Kategorie “Shops” in der blepi App hinzuzufügen. Und weil wir für dieses Vorhaben vor allem ausgewählte und hochqualitative Geschäfte im Sinne hatten, verschafften wir uns einen persönlichen Eindruck von seinem Laden. Was wir bei Manfred sehen konnten hat uns begeistert. Nicht nur die angenehme Atmosphäre im Geschäft überzeugte uns, sondern gerade auch der professionelle und kompetente Umgang mit seinen Kunden. 

 

Was steckt hinter dem Pfullinger Hundsladen? Wer ist Manfred Müller und warum hat er sich trotz seiner erfolgreichen Karriere als Marketing Manager für ein eigenes Geschäft entschieden? Wir haben nachgefragt: 

 

Manfred, wann hast Du Deinen Hundeladen eröffnet und wie hast Du Dich dabei gefühlt? 

MM: Nach monatelangen Vorbereitungen habe ich den Hundsladen Anfang Mai 2018 eröffnet. Es war eine sehr arbeitsreiche, aber auch erfüllende Zeit. Vor allem empfand ich es als sehr befriedigend, dass ich das komplette Konzept des Hundsladens exakt so entwickeln konnte, wie ich es für passend hielt – von der Gestaltung des Logos und der weiteren Außendarstellung, über die Entscheidung zu Standort und Ladenräume, bis hin zur Auswahl des Sortiments und der strategischen Partner. 

 

 

Wie bist Du dazu gekommen, einen Hundeshop aufzumachen? Soweit ich es verstanden habe, warst Du in Deinem alten Job sehr erfolgreich

MM: Auch in meinen vorigen Jobs, zuletzt in der medizinischen Hilfsmittel-Branche, habe ich mich stets mit sehr viel Engagement eingebracht. Dennoch hatte ich allmählich das Gefühl, dass die Zeit reif war für eine neue persönliche Herausforderung. Die Idee, eine berufliche Existenz auf meiner Leidenschaft für Hunde aufzubauen, hatte mich schon länger fasziniert. Ich habe mir die unterschiedlichsten Modelle von hochwertigen Fachgeschäften für Hundebedarf angeschaut und das Überzeugendste aus jedem dieser Beispiele in meinen Hundsladen einfließen lassen. Wenn ich die Rückmeldungen der Kunden betrachte, ist dabei ganz offensichtlich eine gute Kombination entstanden.

 

Was macht Deinen Hundeladen aus? Warum sollte man unbedingt zu Dir kommen?

MM: Der Hundsladen ist das einzige Fachgeschäft in der Region mit Spezialisierung auf hochwertige Produkte und Dienstleistungen für Hund und Halter. Wir bieten auf über 200 Quadratmetern all das, was verantwortliche und qualitätsbewusste Hundehalter andernorts kaum finden. Dabei stammen viele unserer Artikel aus kleinen Manufakturen. Unser Sortiment umfasst artgerechte Hundenahrung, auch für Diätbedarf und für Allergiker, sichere Transportsysteme und edle Hundebetten. Darüber hinaus finden die Hundebesitzer bei uns alle Arten von Leinen und Geschirren, sowie wirksame Trainingshilfen. Auch in ästhetischer Hinsicht kann Der Hundsladen punkten: Die stilvollen Halsbänder und sonstige modische Accessoires Hundemode sind garantierte Hingucker! Wichtig ist mir außerdem der Austausch mit anderen Hunde-Profis. Ob Fachleute aus Tierarztpraxen, Hundeschulen, Hundetraining oder Tierheimen – ich arbeite gerne mit allen zusammen, denen das Hundewohl am Herzen liegt. Deshalb biete ich auch regelmäßig Seminare und Workshops an, die von ausgewiesenen Experten für Hundeernährung und -erziehung geleitet werden. 

 

Tiere können uns Menschen in viele Richtungen bewegen. Es würde blepi Haustier-Freund nicht geben, wenn ich meine Katzen nicht hätte. Als Selbstständige weiß ich aber mittlerweile, dass ein Neuanfang, wie Du und ich ihn gemacht haben, kein leichter Spaziergang ist. Was sind Gründe für Dich, um wieder aufzustehen und weiterzumachen,wenn es mal nicht so läuft, wie es laufen soll? 

MM: Natürlich gibt es gerade am Anfang einer Selbständigkeit auch Stolperfallen. Das blieb auch mir nicht erspart. Ich habe mittlerweile gelernt, meine Aufmerksamkeit auf das Positive zu richten und aus Misserfolgen für die Zukunft zu lernen. Wenn Kunden mir die Rückmeldung geben, dass ihre Hunde beispielsweise dank der Nahrung, die ich empfohlen habe, wieder fit geworden sind, ist das für mich eine tolle Motivation. Oder wenn ich miterlebe, wie sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei unseren Seminaren inspirieren lassen, dann weiß ich, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

 

 

Ich konnte mich selbst von Deinem Fachwissen und Deiner Kompetenz überzeugen. Um dem Kunden die aktuellsten Produkte anzubieten, muss man sich immer wieder auf dem Markt umschauen und sich schlau machen. Wie informierst Du Dich über solche neuen Trends?

MM: Ich informiere mich über alle Kanäle, die mir zur Verfügung stehen. Dazu gehört die Lektüre von Fachliteratur, der Besuch von branchenspezifischen Messen, sowie der Dialog mit Kooperationspartnern und Lieferanten. Am wichtigsten ist es mir aber, das Ohr direkt am Markt zu haben. Das heißt: unseren Kundinnen und Kunden genau zuzuhören und ihre Wünsche und Bedürfnisse zu verstehen. Am besten gelingt das, wenn die Hundehalter gleich zu Beginn unseren individuellen Welpenservice in Anspruch nehmen. Dann können wir entlang des gesamten Hundelebens kompetente Beratung und Begleitung anbieten. 

 

Bildquelle: Manfred Müller
Hundetrainer finden, der mein Hund gute Grundsteine beibringen kann

Woran erkenne ich die richtige Hundeschule?

Viele Hundeschulen, viele Hundetrainer. Wie soll man da eine vernünftige Wahl treffen? Erfahre, was eine gute Hundeschule ausmacht.

 

Wenn Du Dir einen Hund zulegst, wirst Du Dich wohl unweigerlich mit der Frage nach einer geeigneten Hundeschule auseinandersetzen. Die Auswahl an Trainern und Hundeschulen ist häufig riesig und die Qualität für den Laien kaum einzuschätzen. Es gibt viele Faktoren, auf die man achten sollte. Schließlich stellt die Erziehung des eigenen Hundes eine entscheidende Grundlage dar. Genau aus diesem Grund erklären wir Dir heute, auf was Du bei der Wahl der Hundeschule achten solltest. 

 

Eine Hundeschule ohne Hund besuchen?

 

Eine gute Hundeschule zeichnet sich dadurch aus, dass Du Dir bereits vorab und sogar ohne Hund ein Probetraining ansehen kannst. So erhältst Du einen ungefähren Eindruck von Hundetrainer und Hundeschule. Wie ist die Atmosphäre, der allgemeine Umgang mit den Hunden und die Stimmung bei Herrchen und Frauchen? Diese Fragen dienen als Anhaltspunkte und ermöglichen die Einschätzung der Hundeschule. Sicher wird Dir in einem einzigen Probetraining nicht jede Kleinigkeit auffallen, doch für ein erstes Bild reicht es ganz bestimmt. Am Ende des Trainings kannst Du Dich außerdem häufig noch von dem Hundetrainer, beziehungsweise der Hundetrainerin beraten lassen. In einer guten Hundeschule wird Dich diese Beratung nichts kosten. Im Gespräch kannst Du dann beispielsweise herausfinden, welcher Hund zu Dir passt. Falls Du schon einen Hund haben solltest, kann sich eine solche Beratung auch um den Charakter Deines Vierbeiners, seine Vorgeschichte oder Dein eigenes Wissen, sowie Deine eigenen Hundeerfahrungen drehen. In diesem Zusammenhang wird Dich ein guter Hundetrainer auch nach Deinen Zielen fragen und Dir abhängig davon einen individuellen Kurs für Deinen Vierbeiner zusammenstellen.

 

Die Trainer einer Hundeschule

 

Eine Frau, die mit ihrem Hund bequem auf einer Wiese sitzt.

Stellt der Hundetrainer viele Fragen dieser Art, dann ist das schon mal ein gutes Zeichen. Es zeigt, dass er sich für Dich und Deinen Hund interessiert. Aber was zeichnet einen guten Hundetrainer abgesehen davon noch aus? Zuallererst benötigt ausnahmslos jeder Hundetrainer eine Arbeitsgenehmigung vom Veterinäramt. Diese erhält man nur unter Vorlage des Sachkundenachweises und eines polizeilichen Führungszeugnisses. Damit ist gewährleistet, dass jede Hundeschule zumindest in der Theorie über einen gewissen Kenntnisstand verfügt. Da eine solche Arbeitsgenehmigung verpflichtend ist, sollte sie lediglich als Mindestanforderung für jeden Hundetrainer angesehen werden. Idealerweise verfügt ein kompetenter Hundetrainer darüber hinaus über langjährige Erfahrung in seinem Beruf. Diese ermöglicht es ihm, seine vierbeinigen Kunden schnell, aber trotzdem präzise einzuschätzen. Als Hundetrainer kann er sie wie ein Buch lesen und weiß somit, wie er mit ihnen umzugehen hat. Direkt im Training sollte er jede Übung und jeden einzelnen Schritt erklären können. Er sollte dazu in der Lage sein zu begründen, wieso er gerade das macht, was er macht, beziehungsweise wieso er sich für diesen oder jenen Schritt einer Übung entscheidet. Das zeugt von seinen Qualitäten als Hundetrainer. Rückfragen von Dir sollte er offen gegenüber stehen und beantworten können. Du kannst ihn beispielsweise fragen, wieso Dein Hund gerade an diesem oder jenem Ort schnüffelt, wieso er ängstlich gegenüber anderen Artgenossen ist oder wieso er sich in gewissen Situationen seltsam verhält. Ist der Hundetrainer nicht dazu in der Lage, Dir auf solche Fragen zur Körpersprache und Kommunikation Deines Vierbeiners eine Antwort zu geben, solltest Du unter Umständen darüber nachdenken, Dir einen anderen Hundetrainer zu suchen. Denn wie kann jemand Deinen Hund trainieren, wenn derjenige nicht einmal versteht, wieso sich dieser so verhält, wie er sich verhält.

 

Auch wenn Du Dich in einer Hundeschule befindest, findet das Training nicht nur zwischen Hundetrainer und Hund statt, sondern auch zwischen Hundetrainer und Dir. Eine professionelle Hundeschule wird also versuchen, die Beziehung zwischen Deinem Hund und Dir zu stärken. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass ein Hundetrainer noch lange nicht kompetent ist, nur weil Dein Vierbeiner ihm gehorcht. Er ist erst dann kompetent, wenn er auch Dir das nötige Wissen und Können dazu vermitteln kann. Schließlich ist es schön, wenn der Hund auf die Befehle des Trainers hört, doch er muss diesen auch gehorchen, wenn sie von Dir stammen.

 

Erfüllt er all diese Punkte, so gibt es noch ein letztes Merkmal, das die Spreu vom Weizen trennt. Ein Merkmal, das mittelmäßige von erstklassigen Hundetrainern unterscheidet, ist der kontinuierliche Drang nach Wissen und Fortschritt. Ein mittelmäßiger Hundetrainer ist mit seiner Arbeitsgenehmigung zufrieden, während sich ein erstklassiger Hundetrainer immer weiterbilden möchte. Kennst Du jemanden, der seinem Beruf derart engagiert nachgeht, dann sind die Voraussetzungen äußerst gut. Wer sich immer auf dem neuesten Stand hält, zeigt nicht nur Interesse an seinem Job, sondern vor allem auch an seinen Kunden. Wieso auch sonst sollte er sich weiterbilden, wenn er nicht das Beste für seine Zielgruppe beabsichtigt?

 

Das Training in einer Hundeschule

 

Die Kompetenz und der Wissensstand der Hundetrainer ist eine Sache, das Training eine andere. Ein Hundetrainer kann noch so sachkundig sein. Doch wenn Trainingsmethoden und -voraussetzungen fragwürdig sind, dann hilft auch die vermeintliche Expertise wenig. 

 

Das fängt schon mit der Größe der Trainingsgruppen an. Unterrichtet ein Hundetrainer mehr als eine Handvoll Vierbeiner gleichzeitig, ist das ein schlechtes Zeichen. Je größer die Gruppe ist, desto geringer wird normalerweise die Beachtung sein, die der Hundetrainer Deinem Hund schenken kann. Als Faustregel gilt: alles über sechs Hunden ist zu viel. 

 

Ein weiteres Beurteilungskriterium in Bezug auf die Gruppe ist ihre Zusammensetzung. Ein guter Hundetrainer achtet darauf, dass kleine Hunderassen separat von großen trainiert werden. Jede Rasse verfügt über andere Voraussetzungen und Eigenschaften. Unabhängig davon, dass schon jeder Hund für sich betrachtet einzigartig ist, sollte man zumindest hinsichtlich der körperlichen Voraussetzungen für Fairness sorgen. 

Mops der am Spielen ist.

Soweit die Rahmenbedingungen des Trainings, die bei der Wahl der Hundeschule eine Rolle spielen können. Genauso wichtig sind aber auch dessen Inhalte. In einer guten Hundeschule wird zwar ab und an gespielt und herumgealbert, doch natürlich sollte der Fokus vorrangig auf dem Lernerfolg der Vierbeiner liegen. Für diesen ist es entscheidend, dass sich die Trainingseinheiten selbst nicht zu sehr in die Länge ziehen. Immerhin haben die Hunde keine unbegrenzte Aufmerksamkeit und auch sie werden irgendwann müde. Umso besser ist es, wenn der Hundetrainer jede Einheit mit einer simplen Übung beendet. Dadurch ist der Hund motiviert und verlässt die Hundeschule mit einem guten Gefühl. 

 

Was ebenfalls zu einer positiven Einstellung beiträgt, ist die allgemeine Trainingsphilosophie. Eine gute Hundeschule setzt in ihrer Herangehensweise eher auf Lob als auf Strafe. Dabei ist es das Ziel, den Hund positiv zu motivieren. In diesem Zusammenhang spielen Leckerlis keine unwichtige Rolle. Allerdings sollte sich nicht das ganze Training um diese drehen. Schließlich hat der Hund Deinen Befehlen und Kommandos auch dann zu gehorchen, wenn einmal kein Leckerli zur Hand ist. Dennoch ist die positive Methode im Allgemeinen für alle Beteiligten angenehmer. Außerdem erfüllt sie ihren Zweck mindestens genauso gut, wenn nicht sogar besser. Basiert der Lehransatz der Hundetrainer dagegen überwiegend auf Bestrafung, solltest Du die Hundeschule lieber meiden. 

 

Wie entscheidet man sich nun für einen Hundetrainer oder eine Hundeschule?

 

Wie Du siehst, gibt es etliche Merkmale, die Du bei der Wahl einer Hundeschule oder

eines Hundetrainers beachten solltest. Letztlich dienen diese Merkmale aber vor allem als Orientierungspunkte. In der Realität ist kein Hundetrainer und keine Hundeschule perfekt. Gerade deswegen solltest Du auch immer auf Dein Bauchgefühl vertrauen. Ist der erste Eindruck super oder hast Du noch ein mulmiges Gefühl? Mindestens genauso wichtig ist die Reaktion Deines Hundes. Macht ihm der Besuch der Hundeschule Spaß oder wehrt er sich mit aller Kraft dagegen? Letzten Endes sollte Dein Hund Freude daran haben und den Besuch mit positiven Erfahrungen verbinden. Schließlich ist man lernfähiger, wenn die Motivation von einem selbst ausgeht. Weil das aber nach einem einzigen Probetraining unter Umständen nicht gleich ersichtlich ist, empfiehlt es sich, erst einmal nur pro Trainingseinheit zu zahlen. Solltest Du dann merken, dass die Hundeschule doch nichts für Deinen Hund ist, kannst Du sie immer noch wechseln. Hast Du aber direkt einen zehnwöchigen Trainingskurs gebucht, bleibst Du bei einem Wechsel der Hundeschule womöglich auf Deinen Kosten sitzen. Informiere Dich daher schon vorab, ob die Option, stundenweise zu bezahlen, akzeptiert wird. 

 

Wenn Du alle hier genannten Kriterien bei der Wahl der Hundeschule berücksichtigst oder sie zumindest im Hinterkopf behältst, solltest Du dazu in der Lage sein, die ideale Schule für Deinen Hund zu finden. Falls Du darüber hinaus noch einen weiteren Anhaltspunkt benötigst, hilft Dir unsere blepi App weiter. Dort findest Du alle Hundetrainer und Hundeschulen in Deiner Nähe. Außerdem kannst Du anhand der Bewertungen bereits einschätzen, ob diese sich eignen könnten oder eher nicht.

Was sind Deine Erfahrungen mit Hundeschulen? Teil sie uns gerne auf Facebook oder Instagram mit!

Bachblüten Therapie bei Tieren

Bachblüten Therapie bei Tieren

Sanfte und nebenwirkungsfreie Behandlung von Verhaltensauffälligkeiten, die dem Tier helfen soll, ruhiger, ausgeglichener und zufriedener zu werden.

HINTERGRUND

Die Bachblüten Therapie wurde in den 1930er Jahren von dem englischen Arzt und Bakteriologe Dr. Edward Bach (1886 – 1936) entwickelt, nach dem sie auch benannt wurde. Er fand heraus, dass viele Krankheiten ihre Ursache in seelischen Störungen haben und die nur geheilt werden können, wenn zuerst das seelische Gleichgewicht wieder hergestellt wird.

BACHBLÜTEN

Bei den Bachblüten handelt es sich um Blütenessenzen, die aus den Blüten von 38 wildwachsenden Blumen, Bäumen oder Sträuchern herrühren. Diese Blüten werden in Wasser gelegt oder gekocht, wodurch sie ihre Schwingungen als positive Eigenschaften an das Wasser übertragen. Rock Water, die Bachblüte Nr. 27, wird aus heilkräftigen Quellen gewonnen. Einzig die Blütenmischung Nr. 39, Remedy Rescue (Notfalltropfen), wird aus fünf verschiedenen Blütenessenzen gemischt. Anschließend werden aus diesen Urtinkturen die Blütenessenzen hergestellt, die vor der Anwendung auf Einnahmestärke verdünnt werden müssen.

WANN WIRD DIE BACHBLÜTEN THERAPIE EINGESETZT

Die Bachblüten Therapie ist vor allem geeignet, um psychische Probleme nicht nur beim Menschen, sondern auch bei Tieren zu behandeln. Hierzu zählen z. B. Ängste, Aggressionen gegenüber Menschen oder anderen Tieren. Dazu gehören auch Unsicherheit in neuen oder auch bekannten Situationen, Trauer, Überforderung, Hyperaktivität oder Apathie, „Protestpinkeln“ und viele weitere emotionale Störungen.

Ebenso nach verschiedenen Traumata wie einem Unfall oder einem Aufenthalt im Tierheim können die Bachblüten helfen, das Tier in einen ruhigen, zufriedenen und ausgeglichenen Zustand zurück zu führen. Besonders bei Tieren aus dem Tierschutz wie Straßenhunde und Straßenkatzen, bei denen die Vorgeschichte nicht bekannt ist, zeigen die Bachblüten sehr gute Wirkungen.  Eine Bachblüten Therapie hilft dem Tier, schlimme Erfahrungen zu verarbeiten und sich in seinem neuen Leben besser zurechtzufinden.

Wichtig hierbei ist jedoch, dass organische Erkrankungen, welche gleiche oder ähnliche Symptome auslösen können, vorher ausgeschlossen werden! Hierfür ist eine gründliche körperliche Untersuchung sowie ggf. eine weiterführende Diagnostik wie Blut- oder Stuhluntersuchung durch einen erfahrenen Tierarzt oder Tierheilpraktiker erforderlich.

Ebenso ist eine artgerechte Haltung und Fütterung grundlegend für jede erfolgreiche Therapie. Allein schon die Umstellung auf geeignetes Futter sowie ausreichend Bewegung und Beschäftigung können hier wertvolle Hilfe leisten. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist auch die Kenntnis des Tierhalters über „natürliche“ und artgerechte Verhaltensweisen des Tieres. Wenn eine Katze das Sofa verkratzt, weil sie nicht ins Freie darf und Bäume dafür verwenden kann, muss eben ein bisher fehlender Kratzbaum angeschafft werden. Solche Verhaltensweisen, die dem natürlichen Bedürfnis des Tieres entspringen, können weder mit Bachblüten noch mit schulmedizinischen Psychopharmaka behandelt werden. Dieses Verhalten sollte den Tierhalter dazu anhalten, sich über die Bedürfnisse des Tieres ausreichend zu informieren und eine artgerechte Haltung muss angestrebt werden.

WIE FUNKTIONIERT DIE BACHBLÜTEN THERAPIE

Wenn außerdem organische Ursachen für ein Fehlverhalten ausgeschlossen wurde, können nun die passenden Blüten für den Patienten ausgewählt werden. Jeder Blüte wird ein bestimmter seelischer Zustand zugeschrieben, den diese Blüte ausgleichen und harmonisieren soll. Um die passenden Blüten zu finden, sollte der Tierhalter sein Tier dafür genau beobachten und diejenigen Punkte auswählen, die am schlimmsten für das Tier sind – nicht für ihn selbst. Oft leidet ein Tier unter ganz anderen Dingen, die der Tierhalter vielleicht (noch) nicht bemerkt hat und verhält sich deshalb anders als vom Halter gewünscht.

Sobald die Ursache für das Fehlverhalten gefunden ist, kann die geeignete Blütenmischung hergestellt werden. Dabei sollten jedoch nicht mehr als sechs verschiedene Blüten ausgewählt werden. Falls mehrere Blüten infrage kommen, wenn ein Tier starkes Fehlverhalten zeigt, müssen zuerst die wichtigsten Punkte ins Auge gefasst werden. Bei fast allen Tieren muss zuerst ein psychisches oder physisches Trauma – welches auch lange zurückliegen kann – aufgelöst und ein Neubeginn angestrebt werden. Das ist in der Regel bei allen Tierschutztieren angezeigt. Ebenso kann der Tod eines Gefährten, ein Umzug oder ein Familienzuwachs wie z. B. ein Baby oder auch „nur“ ein unangenehmes Erlebnis beim Autofahren dafür verantwortlich sein, welches vom Tierhalter oft nicht einmal bemerkt wird.

Da sich ein Fehlverhalten jedoch nicht allein auf eine Ursache bezieht, sondern auch oft zur Gewohnheit wird, kann eine Bachblüten Therapie oft ebenso lange dauern, wie der negative Zustand schon anhält. Daher ist es wichtig, dass auch der Tierhalter anders mit der Situation umgeht, um negative Verhaltensmuster seinerseits aufzubrechen.

FAZIT

Die Bachblüten-Therapie dient als Anstoß für eine Veränderung und soll dem Tier helfen, ruhiger, ausgeglichener und zufriedener zu werden. Dafür müssen die Bachblüten entsprechen den Anweisungen des Therapeuten regelmäßig in der richtigen Dosierung verabreicht werden. Oft kann der Tierhalter schon nach kurzer Zeit eine Veränderung des Verhaltens bemerken, doch es gibt auch langwierige Behandlungen, die je nach Schwere des Zustandes Wochen oder Monate dauern können.

Sobald die erste Bachblüten-Mischung aufgebraucht ist, muss wieder neu eruiert werden, welche Mischung nun erforderlich ist, um die Therapie erfolgreich fortzusetzen. Daher sollte jede Veränderung des Tieres durch den Tierhalter notiert werden, denn leider werden gerade positive „Kleinigkeiten“ oft vergessen, obwohl sie als wichtige Hinweise für die Weiterbehandlung dienen. Anschließend kann die nächste Mischung hergestellt und verabreicht werden, bis es dem Tier besser geht.

Bei dieser Therapieart handelt es sich um eine Therapie aus der Erfahrungsmedizin. Sie ist wissenschaftlich nicht anerkannt und die Wirksamkeit ist wissenschaftlich nicht nachgewiesen.

Autor: Tierheilpraktikerin Birgit Leukart

 

 

 

Quellen:

Ulrike Schöber: Das große Buch der Bach-Blüten, Bassermann, 1997

Mechthild Scheffer: Schlüssel zur Seele, Hugendubel (Irisiana), 1997

Mechthild Scheffer: Original Bach-Blütentherapie, Jungjohann, 1996

https://de.wikipedia.org/wiki/Bach-Blütentherapie, 19.03.2018

Mein Hund geht überall mit, auch ins Restaurant

Speziell an Feiertagen möchte man gerne alle seine Lieben um sich haben und selbst wenn man es sonst vermeidet, nimmt man gerne seinen Hund mit ins Restaurant. Hat der Racker eine gute Grunderziehung und einen sozial verträglichen Charakter sollte das auch kein Thema sein.

Folgende Tipps können helfen, diesen wunderbaren Besuch für Dich als Herrchen als auch für Deinen Liebling so angenehm wie möglich zu gestalten.

  • Die meisten Restaurants sind sehr hundefreundlich. Kennst Du die Lokalität allerdings noch nicht, empfehlen wir, eventuell einen Besuch ohne Hund voranzustellen oder gleich am Telefon, bei der Reservierung, nach der Hundetauglichkeit des Restaurants zu fragen. Sind Hunde gerne gesehen? Gibt es ein ruhiges Plätzchen mit einer Wand im Rücken? Kann ich diesen besonderen Platz gleich reservieren?
  • Ist Dein Hund noch nicht an Restaurants gewöhnt, empfiehlt sich ein langsames herantasten. Eventuell gehst Du erst einmal mit Ihm in ein Café für ein kurzes Getränk und beobachtest ihn. Ist er gelassen kannst Du die Besuche ausdehnen und dann bald ein Restaurant in Angriff nehmen.
  • Setze Dich am besten an einen Eckplatz oder besser noch reserviere diesen gleich, wenn Du das Restaurant gut kennst. Das hilft sowohl dem Service als auch Deinem Freund, denn er hat alles im Blick und sieht sofort, wenn neue Besucher kommen, die Aufregung erzeugen könnten.
  • Als Vorbereitung ist ein ausgedehnter Spaziergang perfekt. Durch die frische Luft und die Bewegung ist Dein Hund ausgeglichen und erschöpft, sodass die Zeit im Restaurant wie im Flug vergeht.
  • Nimm ihm eine bekannte Decke mit seinen Gerüchen mit. Das zeigt ihm zum einen, dass er sich darauf gemütlich machen soll aber zum anderen gibt es ihm eine kleine vertraute Zone.
  • Auf jeden Fall solltest Du ihn anleinen, da er sich erschrecken könnte. Wenn Hunde aus dem Schlaf aufschrecken und eine ungewohnte Situation vorfinden, weiß man nie genau, was als nächstes passiert. Die Leine ist zu seinem und auch Deinem Schutz. Am besten befestigst Du sie an Deinem Stuhl oder einem schweren Tisch.
  • Am Ende ist es ganz wichtig, dass Du erst gehst, wenn der Hund gelassen und ruhig ist. Gehst Du, wenn er nervt und unruhig wird, weiß er beim nächsten Mal, was er veranstalten muss, um den Heimweg anzutreten. Zur Not lohnt es sich den Aufbruch zu verschieben, bis er sich beruhigt hat und dann zu gehen.

Wie bei Allem ist hier Übung und langsames Heranführen gefragt. Wenn er sich dann daran gewöhnt hat macht es umso mehr Freude, seinen liebsten Schatz immer dabei zu haben.

 

 

 

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