hund katze langweile

Die besten Spiele für zu Hause für Dein Haustier

Langweile für Haustiere ist nicht nur doof, sondern auf Dauer gesundheitsschädigend. Daher ist es wichtig, sich Zeit fürs Spielen zu nehmen. Aus unserem blepi-Haus stellen wir Dir unsere drei Lieblingsspiele für Hund und Katze.

 

Es ist wieder kälter, regnerisch und die Lust nach draußen zu gehen, lässt nach. Ob Freigängerkätzchen oder ein kurzhaariger Hund, sie alle verbringen lieber die Zeit im warmem Zuhause. Das ist schön für uns, aber es kann schnell langweilig werden und eine Unterforderung macht auf Dauer krank.

 

Wenn sich ein Hund langweilt, wird er unruhig und macht schlimmstenfalls sogar etwas kaputt, da er zu viel Energie in sich hat, die einfach raus muss. Aber auch andere Symptome wie Knabbern, vermehrtes Lecken an bestimmten Körperteilen, lethargisches Verhalten können eine Folge von Unterforderung sein.

Gelangweilte Katze verhält sich dann ähnlich. Sie frisst nicht, sie frisst zu viel, sie putzt sich intensiv, zerkratzt Möbel oder sie pinkelt einfach auf das Sofa.

 

Es ist logisch, dass wir nicht so lange warten sollten, bis diese Symptome unsere Fellfreunde zeigen. Ein gesunder Menschenverstand und Empathie reichen oft aus um selbst zu beurteilen ob unser Haustier genug Abenteuer am Tag hatte. Dabei kann man sich einfach in die Rolle des Haustieres hineinversetzen und sich die Frage stellen: wenn ich das tue, was mein Haustier den ganzen Tag macht, wie würde ich mich fühlen? Lautet Deine Antwort: OMG, jeden Tag nur aus dem Fenster zu gucken, würde mich wahnsinnig machen, dann ist die höchste Zeit, Abwechslung im Alltag Deines Haustieres zu bringen.

UNSERE ERFAHRUNG

Zu Hause haben wir einen Windhund Tadashi, Freigängerkater Egon und Wohnungskater Ivan. Sie alle haben individuelle Bedürfnisse.

Tadashi hat keine Unterwolle und damit, wenn es draußen nass und kalt ist, ist die Begeisterung für eine Gassi-Runde (trotz einem Hundemantel) im Keller zu suchen. Kater Egon liebt seinen Garten, aber wenn es zu windig und nass ist, dauern seine Schleichrunden nur kurz. Stattdessen legt er sich in seinem warmen Körbchen und schläft. Und Ivan? Da merken wir einfach, dass die dunkele Tage seine Stimmung beeinflussen. Ist ihm langweilig, sucht er unsere Aufmerksamkeit und fragt nach Interaktion.

Zugegeben, mit unseren Haustieren sind wir mittlerweile ein gut eingespieltes Team. Es ist immer wieder erstaunlich, wie gut wir uns kennen und wie viel Einfluss ein Mensch auf das Verhalten von eigenen Fellnasen hat. Sitzt man im Büro, chillen unsere Haustiere. Fangen wir an, uns mehr zu bewegen: Tanzen, Putzen, in die Küche zu laufen, sind die Fellkinder sofort dabei. Ist man gut gelaunt, man singt oder lacht, ist die Stimmung für alle sehr angenehm und der Bedarf mitzumachen, steigt auch bei unseren Haustieren. Das feiern wir und legen noch mal eine Schippe an Beschäftigung oben drauf.

 

Zwei Top Spiele für Katzen aus dem blepi-Haus

 

Unser Kater Ivan ist sehr sportlich, braucht viel Beschäftigung und Aufmerksamkeit. Deswegen liebt er auch Spiele, die mit viel Bewegung, Klettern, Jagen und Springen zu tun haben.

 

Spiel 1: Karton-Freak

 

Um eine aktive Katze glücklich zu machen, braucht man Karton-Boxen und Papier. (eventuell ein paar Leckerlis)

 

Im Raum verteilen wir 3 Karton-Boxen, in denen eine Katze reinpasst. Dabei sind 2 Boxen relativ nah beieinander, mit dem Ziel, dass es die Katze schafft, von einer Box, in die andere zu springen. Aus einem Papier, machen wir ein Bällchen, das etwa 3 cm Durchmesser hat.

 

Und los geht’s. Erst musst Du dafür sorgen, dass Deine Katze, das Papier-Bällchen interessant findet. Dabei bewegst Du es auf dem Boden, sodass das Bällchen raschelt. Die Katze nimmt die Bewegung und Geräusche wahr. Findet sie es interessant, nimmt sie eine jagende Körperhaltung an. Bevor sie aber springt, wirfst Du das Bällchen weg von Dir, sodass die Katze hinterher laufen muss. Dies wiederholst Du ein paar Mal.

 

Unser Wohnugskater, apportiert oft die Papierbällchen und freut sich, wenn man es wieder in die Luft wirft.

 

Nun hast Du es geschafft, dass das Interesse an das Papierbällchen groß ist, kannst Du den nächsten Schritt machen.

 

Du wirfst das Bällchen in eine von den Kartonboxen. Springt, die Katze in die Box rein, kannst Du sie mit Leckerli belohnen oder ausgiebig streicheln. Dieses wiederholst Du und wechselst die Richtung wohin die Katze springen soll.

 

Für die fortgeschritten Jäger kannst Du das Schwierigkeitsgrad erhöhen und Deine Katze so trainieren, dass sie von einer Kartonbox, in die andere ohne Unterbrechung springt. Bis man es schafft, braucht es ein wenig Übung aber damit ist die Katze sowohl mental als körperlich gut beschäftigt.

 

PS: Wenn Deine Katze Papierbällchen nicht toll findet, kannst Du es natürlich durch ein anderes Spielzeug ersetzen.

 

Spiel 2: Schmetterling-Angel

Hast Du zwei oder mehrere Katzen zu Hause, die Du gleichzeitig beschäftigen möchtest, dann wird Dir das zweite Spiel gefallen. Diese Beschäftigung ist auch für Katzen geeignet, die sich (sehr) lange überlegen, ob sich das Jagen lohnt.

Hierfür brauchst Du ein dickeres Stoffband, ca 1 Meter lang und Papier. Das ist alles.

Damit das Band beim Spielen nicht kaputt geht und vor allem, damit die Katzen es nicht aus Versehen, schlucken, eignet sich am besten ein breiteres Band aus Stoff, das man z.B. zum Nähen nutzt.

 

Danach baust Du aus dem Papier ein kleines Akkordeon und bindest es mit dem Band in Form von Schmetterling ein. Fertig ist der Spielangel!

 

Dank dem Band, kannst Du jetzt den Schmetterling, wie ein Beutetier bewegen. Mal langsam, mal schnell. Mal in der Luft, mal auf dem Boden. Zu Hause schaffen wir mit Katzen die ganze Wohnung abzurennen.

Mittlerweile geht es so weit, dass unsere Katzen, diese Angel uns vor die Füßen legen und nach Spielzugabe fragen.

 

Viel Spaß dabei!

 

WICHTIG: Hast Du eine Katze, die gerne verschiedene Sachen frisst, empfehlen wir Dir diese Angel nach dem Spielen gut zu verstauen.

PS: Im Haustierzubehörladen kann man ein Feder-Angel kaufen. Wir sind kein Fan davon. Erstens, sind es oft künstliche Federn, die chemisch eingefärbt sind. Zweitens, Federn befinden sich an einem härteren Material wie „Plastik-Stock“, der einfach zu hart für unsere Samtpfoten ist und die Federn lösen sich viel zu schnell aus der Befestigung.

 

Spielen mit Hund zu Hause

 

Hunde sind wir kleine Kinder. Was alles neu ist, ist erst mal interessant. Hat man ein Spielzeug länger in der Sicht, wird es auf Dauer langweilig. Also lautet die erste Regel, Spielzeuge interessant zu halten. Das gelingt Dir, wenn Du Deinem Hund nur ein Spielzeug zur Verfügung stellst und die anderen sicher versteckst. So kannst Du schon gut variieren damit es nicht langweilig wird.

Jedoch gibt es Hunde, die mit Stofftieren, Bällen nichts anfangen können oder wollen. Sie lieben die echte Interaktion mit Dir anstatt des klassischen Zerrens. Wie unser Windhund.

Weder ein Ball noch etwas anderes ist interessant. Da kommt man schnell ins Grübeln, was man sonst Spannendes mit einem wählerischen Hund machen kann.  Schließlich ist eine Gassi-Runde, Schnuffeln zwar okay, aber sicherlich nicht ausreichend für viele aktive Hunderassen.

 Der Wurst-Tanz

 Unser Windhund Tadashi wird bald 4 Jahre alt sein und beherrscht einige Kommandos. Viele haben wir ihm beigebracht, damit er mentale Beschäftigung bekommt:

Apportieren, Rückwärts gehen, Links, Rechts abbiegen, Sitz!, Platz!, Pfoten kreuzen, Pfoten geben, Hintere Pfoten geben, Auf hintere Pfoten stehen, Küsschen geben…

 

Nun es kommt ein Tag, wann wir uns selbst noch überlegen, welche sinnvollen Tricks, die man auch im Alltag braucht, wir ihn beibringen können, sodass er weiterhin Spaß hat.

 

Und da kam uns einfach die Idee, mit dem Hund zu tanzen und dabei einen Parkuhr im Haus ablegen.

 

Das klingt vielleicht kompliziert, ist es aber nicht. Schon sehr früh haben wir gemerkt, dass unser Hund uns genau kennt und weiß, wie wir uns fühlen. Vor allem wenn wir anfangen zu tanzen, uns rhythmisch bewegen, andere Körperhaltung als sonst annehmen, hatte Tadashi Lust mitzumachen.

 

Nun haben wir aus seinen Vorlieben ein Spiel entwickelt. Hierfür schneiden wir sehr kleine Würfelchen von einer Hundewurst oder haben ein paar mini-Leckerlis parat. Denn eine Belohnung gehört dazu und wir präferieren eher kleine symbolische Stückchen. Danach lassen wir tatsächlich ein gutes Lied abspielen, sodass wir selbst die Hüften bewegen. Und los geht’s!

 

Ich tanze, drehe mich und in einer Hand habe ich Wurst-Würfelchen. Währenddessen ich tanze, spreche ich abwechselnd, verschiedene Kommandos aus.

Zum Beispiel: Kreis, Sitz, Hop und danach wird Tadashi belohnt. Dabei ist meine Hüfte noch immer im Schwung. Dann suche ich mir wieder 2-3 Kommandos wie: Durch die Beine und Links Abbiegung und belohne anschließend unseren Hund.

 

Von außen betrachtet, sieht es wirklich nach einem abgestimmten Tanz aus. Um die Kommandos nicht vorhersehbar zu machen und Tadashi weiterhin fokussiert zu halten, suche ich mir Gegenstände aus, die er entweder mit Slalom umgehen muss oder darauf springen muss.

 

So verbringen wir etwa 5-10 Minuten und verbinden mentale und körperliche Aktivität. Am Ende wird das Spiel immer beendet. Hierfür zeige ich leere Hände (abgeleitet davon, dass man keine Leckerlis mehr hat) und sage „Fertig“. Damit weiß er, dass er jetzt nicht mehr hinter mir rennen soll und er wieder entspannen kann.

 

Fazit:

Langweile für Haustiere ist nicht nur doof, sondern auf Dauer auch gesundheitsschädigend. Jedes Haustier hat individuelle Bedürfnisse und als guter Tierhalter, hast Du längst schon die Vorlieben fürs Spielen erkannt. Nutze es und werde kreativ. Nimmt Dir bewusst Zeit und interagiere mit Deinem Haustier. Kurzes Gassi-Gehen oder nur Kuscheln reicht nicht.

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